Freitag, 30. April 2010

Sabah Impressionen II

Nach einer Uebernachtung in Kudat und einem Gespräch mit der Leitung der Protestant Church of Sabah, die sich in einem Punkt mit ähnlichen Problemen beschäftigt wie die evangelischen Kirchen der Schweiz und in Deutschland - nämlich, wie behalten wir die "Jungen". Allerdings ist hier der Ausgang anders gelagert, denn hier wandern die Jugen aus den Dörfern aus und kommen in die Städte, aber ausser im äussersten Norden Sabahs gibt es keine PCS und in der Zwischenzeit eine junge  - aber schnellwachsende Gemeinde in KK. Soll man diese Arbeit ausbauen, war eine der Fragen?
Nun eine Antwort könnte ich mir kaum anmässen, doch es wäre ein grosser Schnritt, waren doch die Rungus bis vor 60 Jahren noch "Waldmenschen"- und die dichten Wälder des Nordens - die wegen des Anbaus von Oelpalmen für unseren Treibstoff in Europa nicht mehr so dicht sind, das sind ihre "Stammlande", in der Stadt ist alles anders.
Ueberhaupt die Stadt:
Sabah wächst schnell: vor wenigen Jahren noch hatte KK zehntausend Einwohner, jetzt sind es mehrere Hunderttausend.
Malaysia ist ein junges Land, auch demographisch gesehen.
Es gibt z.B. im Bezirk Kudat 12 Sekundarschulen. Eine haben wir besucht, Es ist ein Gründung der Basler Mission und ist mit ca 600 Schülern die Kleinste der Schulen. Heute staatlich werden sowohl Christen als auch Muslime (Jungen und Mädchen ) unterichtet, ogleich der Rektor und ein grosser Teil der Lehrerschaft Mitglieder der PCS sind.
Der Staat bildet aus. Schulplicht bis 18!! Jahren und in den letzten beiden Schuljahren werden die wissenschaftlichen Fächer in Englisch unterrichtet.
Interesant. Die muslimischen Schuler haben Islamunterricht, an dem die Christen jederzeit teilnehmen dürfen, und die chrtilichen Schüler besuchen den Ethik Unterricht, der sie zu guten Staatsbürgern machen soll. Aber wodurch zeichent sich ein guter Staatsbürger aus, und auf welchen"Prinzipien" beruht die Ethik im Ethik unterrricht. Uns wurde ein Lehrbuch gezeigt, tönte sehr vernünftig, aber die Prinzipien wurden mir dadurch nicht deutlicher.

Auf der Rückfahrt von Kudat nach KK  Halt beim Verwaltungszentrum der PCS. Die PCS hat ca 300000 Mitglieder  in 300 Gemeinden und 144 Pfarrer, meist Männer, wenige Frauen.
Ein Problem sind die Finanzen und eben die "Jugendfrage".
Die PCS unterhält Schülerheime, damit ihre Schüler in die Schulen der Städte gehen können, aber nicht immer baut der Staat die Schulen in die Nähe der Schulheime (Internate), so sind nicht alle besetzt, und der Zahn der Zeit nagte. Ehrlich gesagt könnte ich mir keinen meiner SchülerInnen nur 3 Tage in einem dieser Heime vorstellen. Es ist alles sehr sehr einfach, und die Kirche wird entscheiden müssen, wie sie mit den Heimen weiter umgehen wird - und wenn sie entscheidet diese (in einer anderen Form) weiterzuühren, wird man viel Geld  (das man nicht hat) in die Hand nehmen müssen.



Ein Dorf, in dem Gong, das traditionelle Instrument der Rungus, hergestellt werden, auf dem Weg von Kudat nach KK

Am Abend waren wir wieder in KK und waren eingeladen zu einem kleinen Dinner am STS, dem Theologischen Seminar von Sabah. Der Empfang wurde ausgerichtet von Dr Thu En Ju, dem Principal der Schule. Einmal mehr gab es Reis,  so wie zum Frühstück, beim Mittagessen , udn jetzt beim Dinner. Das Theologische Seminar liegt malerische über der Stadt Kota Kinabalu und feiert am 1. Mai sein 22 jähriges bestehen und die Eröffnung seines neuen Gebäudes, darum bin ich ja auch hier in Sabah, doch dazu mehr im nächsten Blog.
Der Abend wurde abgerundet von einem Vortrag eines nordamerikanischen Professors:  Scott Sunquist persische! Kirchengeschichte, als Teil de asiatischen Kirchengeschichte, wobei er seinen Einstieg damit begann, dass Jesus der Reformer einer westasiatischen Religion war: des Judentums.
Der Vortrag war sehr gehaltvoll und ich leider so müde, dass nicht allzuviel davon hängenblieb.
Der Schlaf kommt einfach zu kurz auf dieser Geschäftsreise.