...ist die Arbeit des jungen Schweizers und der jungen Schweizerin mit indonesischen Wurzeln, die in der Inmigrantenschule der BCCM in Keningau, ca. 30 Km nördlich von Tenom.
In Sabah herrscht Vollbeschäftigung. Ohne „Illegale“, meist aus den Philipinen, aber auch aus Indonesien könnte die Arbeit nicht gemacht werden. Aber "Illegale" sind illegal, haben keine Rechte, auch nicht das Recht ihre Kinder in die Schule zu schicken.
Die BCCM - Kirche hat das Problem erkannt – und gehandelt. In KK und in Keningau bietet sie eine Freizeitbeschäftigung für Kinder an. Die beiden jungen Schweizer sind im Rahmen des PEP – Programms (des Jugendaustauschprogramms) von mission 21 vor Ort und bringen den Kindern in deren „Freizeit“ Englisch bei. Die "Freizeitgruppe" ist in sechs Untergruppen je nach Alter aufgeteilt. Die Jüngern haben am Morgen ihr „Freizeitprogramm“, nämlich rechnen, lesen, schreiben, Englisch, Geschichte, Geographie und sonstige Ferigkeiten. Die Aelteren kommen am Nachmittag zum „Freizeitprogramm“. Eine Schule dürfte die BCCM auf gar keinen Fall führen, aber den Kindern eine Freizeitbeschäftigug bieten, das darf sie. Und die Kinder kommen in Scharen. In Keningau hat man Platz für 170 und es gibt eine Warteliste für diese Freizeitbeschäftigung.
Wenn ich den Quervergleich mache mit Lern- und Wissbegierigkeit der Schüler und Schülerinnen, in Schule und Freizeit mit der Schweiz mache, dann ist der Unterschied auffällig.
Der Besuch in der „Schule“, Gespräch mit den Pep-lern, den Kindern und mit dem Lehrpersonal, dazu der Phototermin das nahm mehr als eine Stunde in Anspruch.
Und dann gings weiter nach Sepulong, relativ nahe der indonesschen Grenze. Vor einigen Jahren gings von hier nur noch mit dem Boot weiter. Unseren Kleinbus haben wir sicherheitshalber schon einmal in ein robusteres Modell getauscht. Essen haben wir auch in Keningau eingekauft. In Sepulong werden dann unserer Fahrer, Pastor William und Pastor Steven, der ortsansässige Pfarrer für uns Kochen. Auch hier wieder eine ehemalige "Missionstation" der Basler Mission.
Die ehemalige Poliklinik dient als Gemeindesaal und als Pfarrhaus. Die Kirche sei relativ gut besucht und Pastor Stefen betreibt Pioniermission. Was ebenfalls im graubereich ist, denn nach malayischem Recht ist jeder Mensch mit seiner Geburt Muslim, sonfern die Eltern nicht etwas anderes aufschreiben.
Der Basler Mission und auch mission 21 wird von gewissen Kreisen vorgeworfen: Was seid ihr für eine Missionsgesellschaft. Ihr missioniert ja gar nicht mehr.
Das müsste nicht nur im Fall von Sabah noch einmal viel differenzierter angeschaut werden. Aber eines ist sicher.
Männer und Frauen wie Honneger, Dilger und andere haben ihre Arbeit gemacht - und die trägt Früchte. Bis heute!
Samstag, 15. Mai 2010
19 %
Nein, das ist nicht die Angabe der Volumenprozent des lokalen Alkohols, sondern die Steigungen bzw. Gefälle auf der Passtrasse von KK nach Tenom. Begleitet von Pastor William von der BCCM hatte unser armer Toyota-Bus noch mehr zu arbeiten als sonst schon; aber nicht so schwer wie die Nissan Diesel LKW, die – schwer beladen mit mächtigen Tropenholzstämmen – die Strasse hinaufschnaubten und dabei Wolken in die Luft stiessen, die einer Dampflokomotive alle Ehre machen würde.
Es wird nach wie vor herausgeholt, das Tropenholz, obwohl es "untouchable land" gibt, aber wenn ein „Provinzfürst“ plötzlich Geld – oder Land - braucht, ist es eben nicht mehr ganz so unberührbar.
Auf dem Weg nach Tenom verlassene Grossägereien, das Holz ist weniger geworden, rentiert sich nicht mehr, der Timber, und so zieht die Karawane weiter und hinterlässt „Platz“ für den neuen Reichtum Sabahs und Malaysias: Palmöl. Der Tanz um das goldene Kalb!. Wie lange es wohl gut geht?
Reichtum wird in KK zur Schau gestellt. Tenom, ca. 170 km weiter im Süden ist da viel gemütlicher, einfacher, ärmer. Das sieht man an allem, den Häusern, den Strassen und dem Hotel, das an den verloreren Charme eines VEB Hotels in der ehemaligen DDR erinnert. Es ist funktionell, wenn es funktionieren würde, leicht schmuddelig und lässt denen arbeitenden viiiiel Freiraum, um es vornehm auszudrücken.
Internet gibt es keines, warmes Wasser tropft – dafür die ganze Zeit- und die Klima-Anlage kennt nur an- aus- mittel.
Ein Tenom stand plötzlich Pastor Wong von der BCCM neben uns. Er wohnt in Tenom, ist Pastor, lebt aber von seinem „Handelshaus“ und ist in der „chinesischen Kolonie“ bekannt wie ein bunter Hund.
Er führt uns zunächst ins örtliche Museum, danach ins Handy-craft Center der Kirche, wo die Frauen sehr schöne Flechtarbeiten machen. Es ist in der ehemaligen „Missionstation“ der Basler Mission untergebracht und im Besitz der BCCM, seit anfangs der siebziger Jahre die Missionare innerhalb 24 Stunden das Land verlassen mussten.
Im Handycraft center wird ein stückweit auch die Frauenarbeit der BCCM organisiert.
Logo der BCCM
Selbstverständlich darf ein kurzer Besuch in der Kirche nicht fehlen, und die Kaffeedegustation bei einem Evangelischen, der in zweiter Generation Kaffee anbaut und verarbeitet.Immerhin hat man ausgehend von einer Holzhütte in den sechziger Jahren nun ein staatliches Gebäude mit eiener Abfüllanlage für Bohnen, gemahlenen und Sachett-Kaffe aufbauen können.
Chinesen sind fleissig, das ist nicht nur ein Vorurteil aus den Wildwestfilmen, in denen die Chinesen immer die Wäscherei haben . Das ist so. Peter Li, der uns in KK empfangen hatte, kam als zehnjähriger nach Sabah, mit seinem Grossvater, der chinesische Staat hatte sie während einer Hungersnot ziehen lassen.
Heute mit ca 60 hat herr Li ein Bauunternehmen, Häuser und zwei Restaurants, die er bereits seinen Söhnen übergeben hat.
Zurück nach Tenom. Der Montagnachmittag ist schon weit vorangeschritten – aber es steht noch ein Kirchenbesuch auf dem Programm. Weit draussen, nur über Staubstrassen erreichbar liegt Agalong, ein Dorf, in der die BCCM eine Kirchengemeinde hat. Im Dorf gibt es eine Kirche, das einzige Steinhaus. Strom? Ja – manchmal, Wasser nicht sauber.Es leben im Dorf etwa 100 Erwachsene und ca 200 Kinder.
Als die Kinder die Fremden in der Kirche sehen, füllt sie sich schnell.
Nach Informationen über Dorf- und Kirchenleben und der Vorstellungsrunde wird ein malaisches Lied gesungen. Wir singen "Vom Aufgang der Sonne" – nicht zum letzten Mal.
Sie würden gerne einen Raum für die Sonntagsschule bauen. Den Platz haben sie schon: unter einem Holz -Wohnhaus.
Ob wir uns hier nicht erkenntlich zeigen könnten. Mit 5000 Franken ist man dabei.
Kinder hat es sicher genug – auch Kinder mit Zeit, denn es gibt ja keinen Fernseher, keine Playstation auch keine X-Box, nur ein Stück Holz, mit dem man „Himmel und Hölle“ auf den baren Lehmboden ritzen kann und (natürlich) einen Fussballplatz.
Jetzt ist der Montag wirklich fast vorbei. Es ist schon dunkel als wir wieder in Tenom eintreffen. Alle sind hundemüde.
Was fehlt? Das obligatorische Abendessen. Pastor Wong hat uns - wie könnte es anders sein – zu einem Chinesen eingeladen und der Tisch biegt sich wieder mal. Diesmal nicht Seafood, aber doch ein Fisch und verschiedene Fleischsorten und viel Gemüse: Tenom ist das Gemüse- und Obstgebiet Sabahs.
Vor dem offenen Restaurant pulst das Leben, zwei Fernsehgeräte dröhnen und Pastor William steht auf und spricht ein Dankgebet.
Mittwoch, 5. Mai 2010
Sabah Impressionen IV - Sonntag
Heute ist Sonntag. Ruhetag – Zeit für Kirchgang.
Das zweite traf zu, das erste weniger. Zugegeben. Es war mehr Zeit das phantastische Frühstück im Promenade_ Hotel zu geniessen, diese Auswahl an Süssem über Gipfeli bis Donats und sogar Gugelhupf gab es , die Cornflakes, Haferflocken, , die gedörrten Früchte, das chinesische und das malaysische Frühstück und am Schluss das frische Obst.
Aber dann war die Ruhe schon vorbei. Kirchgang bei der Baseler Malayischen Kirche – allerdings beim Chinesischen Zweig in einer riesigen Kirche etwas ausserhalb von KK. Im Erdgeschoss feiern die Chinesen ihren Gottesdienst, in der Mitte ist Sonntagsschule und im obersten Stock die Malaien.
Wir waren bei den Chinesen zu Gast. Peter Li, der Präsident hatte uns eingeladen. Aufgrund des KK Marathon kamen wir leider eine Viertelstunde zu spät. Verstanden haben wir nichts vom Gottesdienst, ausser dass es um die Geistausgiessung in Apostelgeschichte ging. Der Gd war relativ gut besucht, und am Anschluss wurden wir noch vorgestellt. Wir, das sind neben mir, Fredi Hirt, der Geschäftsführer der Basler Mission und unser Reiseleiter, Dieter Bullard Werner, Geschäftsführer der Basler Mission deutscher Zweig, Tea Urech, Bünder Kirchenräten zuständig für Mission und Ökumene, ihre Freundin Christel Florentin und Ines Belser, ehemalige Kirchenratssekretärin Basel Land.
Im Anschluss an den Gottesdienst noch Gespräch mit einigen Gemeindegliedern, und dabei wurde informiert, dass sie eigene Missionare haben, einen sogar in Kasachstan.
Denn Abschluss bildete ein Mitttagessen im „Lokal“ von Peter Li, inmitten von Mangroven Wäldern und eigner Fischzucht. Und es gab Fisch und Seafruit, incl. Hummer.
Überhaupt wird in diesen Tagen viele gegessen. Mir scheint, dass Essen einen hohen Stellenwert geniesst – und wehe der Eingeladene greift zur Geldbörse.
Das Essen war gegen 14:30 fertig. Fredi hatte bereits ein Bootsfahrt reserviert, Dauer knapp zwei Stunden: Fahrt im Glasboden-Boot über Korallenriffe, Fischbeobachtung und dann die Wohngebiete von „Illegalen“ Philippinen auf dem Wasser in die Bucht vor KK-
Den anschliessenden Museumsbesuch habe ich geschmissen. Wenigstens für eine Halbe stunde wollte ich den Pool des Hotels geniessen. Aber der Genuss hielt sich in Grenzen: in der Badewanne schwimmen ist einfach nicht so lustig, wobei die „Badewanne“ sich nicht auf die Grösse sondern auf die Wassertemperatur bezieht.
Abendessen dann mit Pastor Wong, von der BCCM, dem malaysischen Teil und seiner Frau Lucy, die sowohl Mitglied der Missionssynode von mission 21 ist, als auch verantwortlich für die Frauenarbeit der Kirche. Zudem hat sie einen ganz tollen Kinderchor aufgebaut.
Luci war im vergangenen Jahr auch im Thurgau und sprach am „Kirchentag“.
Dort wurde dann auch das Programm von Montag bis Mittwoch besprochen.
Basislager Tenom, ca. 170 Km südlich von KK – doch davon später
Das zweite traf zu, das erste weniger. Zugegeben. Es war mehr Zeit das phantastische Frühstück im Promenade_ Hotel zu geniessen, diese Auswahl an Süssem über Gipfeli bis Donats und sogar Gugelhupf gab es , die Cornflakes, Haferflocken, , die gedörrten Früchte, das chinesische und das malaysische Frühstück und am Schluss das frische Obst.
Aber dann war die Ruhe schon vorbei. Kirchgang bei der Baseler Malayischen Kirche – allerdings beim Chinesischen Zweig in einer riesigen Kirche etwas ausserhalb von KK. Im Erdgeschoss feiern die Chinesen ihren Gottesdienst, in der Mitte ist Sonntagsschule und im obersten Stock die Malaien.
Wir waren bei den Chinesen zu Gast. Peter Li, der Präsident hatte uns eingeladen. Aufgrund des KK Marathon kamen wir leider eine Viertelstunde zu spät. Verstanden haben wir nichts vom Gottesdienst, ausser dass es um die Geistausgiessung in Apostelgeschichte ging. Der Gd war relativ gut besucht, und am Anschluss wurden wir noch vorgestellt. Wir, das sind neben mir, Fredi Hirt, der Geschäftsführer der Basler Mission und unser Reiseleiter, Dieter Bullard Werner, Geschäftsführer der Basler Mission deutscher Zweig, Tea Urech, Bünder Kirchenräten zuständig für Mission und Ökumene, ihre Freundin Christel Florentin und Ines Belser, ehemalige Kirchenratssekretärin Basel Land.
Im Anschluss an den Gottesdienst noch Gespräch mit einigen Gemeindegliedern, und dabei wurde informiert, dass sie eigene Missionare haben, einen sogar in Kasachstan.
Denn Abschluss bildete ein Mitttagessen im „Lokal“ von Peter Li, inmitten von Mangroven Wäldern und eigner Fischzucht. Und es gab Fisch und Seafruit, incl. Hummer.
Überhaupt wird in diesen Tagen viele gegessen. Mir scheint, dass Essen einen hohen Stellenwert geniesst – und wehe der Eingeladene greift zur Geldbörse.
Das Essen war gegen 14:30 fertig. Fredi hatte bereits ein Bootsfahrt reserviert, Dauer knapp zwei Stunden: Fahrt im Glasboden-Boot über Korallenriffe, Fischbeobachtung und dann die Wohngebiete von „Illegalen“ Philippinen auf dem Wasser in die Bucht vor KK-
Den anschliessenden Museumsbesuch habe ich geschmissen. Wenigstens für eine Halbe stunde wollte ich den Pool des Hotels geniessen. Aber der Genuss hielt sich in Grenzen: in der Badewanne schwimmen ist einfach nicht so lustig, wobei die „Badewanne“ sich nicht auf die Grösse sondern auf die Wassertemperatur bezieht.
Abendessen dann mit Pastor Wong, von der BCCM, dem malaysischen Teil und seiner Frau Lucy, die sowohl Mitglied der Missionssynode von mission 21 ist, als auch verantwortlich für die Frauenarbeit der Kirche. Zudem hat sie einen ganz tollen Kinderchor aufgebaut.
Luci war im vergangenen Jahr auch im Thurgau und sprach am „Kirchentag“.
Dort wurde dann auch das Programm von Montag bis Mittwoch besprochen.
Basislager Tenom, ca. 170 Km südlich von KK – doch davon später
Sonntag, 2. Mai 2010
Sabah Impressionen III - STS
Bosch, Sennheisser und weiter klingende Namen im Audiobereich zieren das Audimax, also den neuen grossen Hörsahl des Sabah Teological Seminary in KK. Auch sonst ist der Neubau gelungen. Ein grosser Hörsaal mit 1000 Plätzen, 12 neue Klassenräume, ein Parkdeck mit 80 Plätzen, eine neue Bibliothek, eine neue Informatikabteilung und eine Ausstellungshalle. Im alten Komplex die funktionellen Wohnungen für ca 25 Dozenten und etwas weiter unten im Tal die Wohnungen bzw Zimmer für die Studenten, und noch etwas weiter abseits die ca 80 jährige Kapelle.
22 Jahre ist das Seminar alt, und jetzt der Neubau, der sehr viel Geld gekostet hat. Der malayische Staat gab zur Erweitreung Land und Geld.
Bob Lo, Bischof der Tsung Zin Mission in Hongkong hielt die Eröffnungspredigt. Er erzählte, dass man in Hong kong das Lutherische Seminar in der Stadt den Mercedes Benz unter den Seminaren nennt, aber das STS sei nun der Rolls Royce.
Nun kann man sich fragen, wieso soviel Geld für die Theologsche Ausbildung.
Nun im STS, das von 8 verschiedenen Kirchen getragen ist, studieren 299 Fulltime-Studenten, das braucht eine gewisse Infrastruktur, und mit dem grossen Hörsaal soll Geld generiert werden , indem man ihn weitervermietet. Er war zur Eröffnung übrigens voll.
Die Eröffnung sollte der islamische First Minister von Sabah halten. Er hatte auch zugesagt, aber war dann im letzten Moment verhindert. Stattdessen schickte er den Minister für Bauren und Infrastruktur, ein Christ, aber die Militärpolizei war den ganzen Tag für die Verkehrsregelung zuständig, und der christliche Minister blieb dann selbstverstandlich auch zum offiziellen Eröffnungsgottesdienst.
Danach Mittagessen (eine Art Stehimbiss) und danach Briefing im Konferenzraum, mit Platz für 50 Personen am runden Tisch, mit Video überagugnsmöglichkeiten und Mikrofonen in den Tischen fest installiert - und wieder die Frage vom Anfang, warum so grossartig?
Man muss hier etwas von der asiatischen Seele verstehen. Auch die Form - und nicht nur der Inhalt sind wichtig. und wer die staatliche (islamische) Universität nur von Aussen gesehen hat, der muss nicht weiter fragen.
Wenn die Christen ihren Status (bei 30% der Bevölkerung) behalten oder gar ausbauen wollen, brauchen sie eine gute Ausbildung, in einer guten und repräsentativen Universität.
Die Ziele des Rektors sind hoch gesteckt. STS soll zum Keyplayer in ganz Malaysia und Indonesien werden.
Ein Anfang ist gemacht, auch Dank der Basler Mission und Mission 21, die einen guten Teil des Baus der Bibliothek finanziert haben.
Am Abend noch Dankeschön-Essen mit den Sponsoren (ca 250 Personen) in einem Seafood Restaurant und dann der Kulturelle Abend im weiderum vollen Hörsaal des STS: eine Mischung zwischen Klassik und Ethno. Mit Sopran und Tenor, dem Studentenchor des STS (100 Personen) und der indigenen Tanzgruppe. Alles in allem gelungen.
Zwischen Eröffnung am Morgen und dem Abendessen besuchten wir noch eine "Hauskirche" der PCS. In einer Wohnung im 3. Stock eines Wohnhauses hat man vor gut einem Jahr angefangen, bald wurde die Wohnung zu klein. Man konnte (mit einem horrenden Zins) die Nachbarwohnung dazukaufen.
Nun ist hier der Gottesdienstraum. Der Treppenaufgang heiss und stickig und eng, dann im 3. Stock eine andere Welt: sauber, frisch, mit Air kondition, roter Teppichboden, der Abendmahlstisch in der Mitte, in der Ecke die Instrumente der Band. OK, man sitzt auf Gartenstühlen auf Plastik, aber sonntags sind sowie nicht genug Stühle da, dann ist der "Saal" voll, ca 300 Personen - und in der Zwischenzeit muss der Pfarrer 2 mal am Sonntag Gottesdienst halten.
Begeistert erzählter er vom Gemeindeaufbau, und davon, dass auch "Mittelständler" zu seiner Gemeinde gehören, dann das gibt der Gemeinde mehr (finanziellen) Spielraum. Und so wird man bald auch einen weiteren Studenten ans STS schicken können.
22 Jahre ist das Seminar alt, und jetzt der Neubau, der sehr viel Geld gekostet hat. Der malayische Staat gab zur Erweitreung Land und Geld.
Bob Lo, Bischof der Tsung Zin Mission in Hongkong hielt die Eröffnungspredigt. Er erzählte, dass man in Hong kong das Lutherische Seminar in der Stadt den Mercedes Benz unter den Seminaren nennt, aber das STS sei nun der Rolls Royce.
Nun kann man sich fragen, wieso soviel Geld für die Theologsche Ausbildung.
Nun im STS, das von 8 verschiedenen Kirchen getragen ist, studieren 299 Fulltime-Studenten, das braucht eine gewisse Infrastruktur, und mit dem grossen Hörsaal soll Geld generiert werden , indem man ihn weitervermietet. Er war zur Eröffnung übrigens voll.
Die Eröffnung sollte der islamische First Minister von Sabah halten. Er hatte auch zugesagt, aber war dann im letzten Moment verhindert. Stattdessen schickte er den Minister für Bauren und Infrastruktur, ein Christ, aber die Militärpolizei war den ganzen Tag für die Verkehrsregelung zuständig, und der christliche Minister blieb dann selbstverstandlich auch zum offiziellen Eröffnungsgottesdienst.
Danach Mittagessen (eine Art Stehimbiss) und danach Briefing im Konferenzraum, mit Platz für 50 Personen am runden Tisch, mit Video überagugnsmöglichkeiten und Mikrofonen in den Tischen fest installiert - und wieder die Frage vom Anfang, warum so grossartig?
Man muss hier etwas von der asiatischen Seele verstehen. Auch die Form - und nicht nur der Inhalt sind wichtig. und wer die staatliche (islamische) Universität nur von Aussen gesehen hat, der muss nicht weiter fragen.
Wenn die Christen ihren Status (bei 30% der Bevölkerung) behalten oder gar ausbauen wollen, brauchen sie eine gute Ausbildung, in einer guten und repräsentativen Universität.
Die Ziele des Rektors sind hoch gesteckt. STS soll zum Keyplayer in ganz Malaysia und Indonesien werden.
Ein Anfang ist gemacht, auch Dank der Basler Mission und Mission 21, die einen guten Teil des Baus der Bibliothek finanziert haben.
Am Abend noch Dankeschön-Essen mit den Sponsoren (ca 250 Personen) in einem Seafood Restaurant und dann der Kulturelle Abend im weiderum vollen Hörsaal des STS: eine Mischung zwischen Klassik und Ethno. Mit Sopran und Tenor, dem Studentenchor des STS (100 Personen) und der indigenen Tanzgruppe. Alles in allem gelungen.
Zwischen Eröffnung am Morgen und dem Abendessen besuchten wir noch eine "Hauskirche" der PCS. In einer Wohnung im 3. Stock eines Wohnhauses hat man vor gut einem Jahr angefangen, bald wurde die Wohnung zu klein. Man konnte (mit einem horrenden Zins) die Nachbarwohnung dazukaufen.
Nun ist hier der Gottesdienstraum. Der Treppenaufgang heiss und stickig und eng, dann im 3. Stock eine andere Welt: sauber, frisch, mit Air kondition, roter Teppichboden, der Abendmahlstisch in der Mitte, in der Ecke die Instrumente der Band. OK, man sitzt auf Gartenstühlen auf Plastik, aber sonntags sind sowie nicht genug Stühle da, dann ist der "Saal" voll, ca 300 Personen - und in der Zwischenzeit muss der Pfarrer 2 mal am Sonntag Gottesdienst halten.
Begeistert erzählter er vom Gemeindeaufbau, und davon, dass auch "Mittelständler" zu seiner Gemeinde gehören, dann das gibt der Gemeinde mehr (finanziellen) Spielraum. Und so wird man bald auch einen weiteren Studenten ans STS schicken können.
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