Sonntag, 11. Dezember 2016

Advent hinter Gittern





Advent hinter Gittern  - Eindrücke aus Kapstadt

Nein, es läuteten keine Kirchenglocken als wir zum Gottesdienst im Township Guguletho/Kapstadt  vor dem Gebäude der Moravian Church vor fuhren. Ma Tandil, unsere Chauffeuse betätigte dreimal die Hupe ihres Mazdas. Vielleicht war das auch viermal,  bis der Pastor der Kirche endlich am eisernen Hoftor erschien. Er solle die Hunde versorgen, schliesslich habe sie Gäste im Auto. Wir, die Gäste, das waren Silvia aus Indien,  Frau Oh aus Korea,  Kerstin aus Deutschland und ich, alles Teilnehmende am General Meeting der Evangelischen Mission in Solidarität. Um 10:00 Uhr sollte der Gottesdienst beginnen, um 9:00 hatte Tandil uns bereits im Tagungszentrum in Stellenbosch abgeholt. Die Fahrt ging über die gut ausgebaute Autobahn an Weingütern vorbei  Richtung Kapstadt. Irgendwann nach ungefähr 25 km verliessen wir die Autobahn und bogen links ab. „Nachts würde sie hier nicht rum fahren“, meinte unsere Fahrerin, das sei viel zu gefährlich. Da sei es schon vorgekommen,  dass vor dem Rotlicht Menschen aus dem Auto gezerrt und für immer verschwunden seien. Vor der roten Ampel habe ich einen Moment Zeit, um mich zu orientieren:  Blech- und Holzhütten überall.  Etwas anderes war mir schon gestern auf dem Weg zu einem anderen Township, nach Kayelitsha aufgefallen:  die vielen Toi Toi Häuschen am Rand des Townships  auf ca. 100 Meter Länge, vielleicht war es auch mehr.  Nein, es war kein Festival an diesem Tag:  es gibt nichts Anderes zur Erledigung  menschlicher Notdurft.  Das ist der einzige Abort für Männer, Frauen, Kinder - auch nachts. Zum Glück? erleuchten auf ca. 20 m hohen Pfosten gesetzte Flutlichtscheinwerfer die Umgegend  - aber welche Sicherheit bringt das schon.  Es gibt keine Sicherheit, auch die Gitter vor den Türen und Fenstern ändern daran nichts.  Alles ist vergittert in Guguletho - selbst die Kirche. Natürlich habe man eingebrochen,  meinte später der Gemeindepfarrer. Ein grosse stämmiger Mann der mich an den us-amerikanischer Schauspieler Blu Mankuma erinnert.  In der Zwischenzeit hatte er das Hoftor aufgeschlossen und wir können eintreten. Die vergitterte Kirchentür, die muss natürlich auch noch aufgeschlossen werden. Drinnen erwartet uns  - typisch für die Herrnhuter Gemeinden -weisse Kirchenbänke, leicht erhöht der Predigtort. An den Wänden ein paar Plakate, vor allem zum Thema Aids, denn heute am zweiten Advent soll auch noch der Welt-Aids-Tag begangen werden. Darum liegen auf den Bänken auch einige Präservative.
Es ist schon etwas anderes, in einem fremden Land zum Gottesdienst zu gehen. Der fängt nicht an so zur festgesetzten Zeit an.  Nein, da kommen zunächst die ersten herzliche Begrüssungen, man schwätzt und schwatzt und irgendwann denkt der Gemeindeleiter es sei Zeit zum Anfangen.  Das heisst nun aber nicht, dass nicht noch andere Leute dazu kommen würden.
Leider waren wir nicht so viel bei dieser Adventsfeier unter dem Eindruck von Aids an diesem Morgen. Spannend war für mich nach der Predigt der Mitteilungsblock: aber nicht die Ansage wann der nächste Gottesdienst sei oder dass später die Kinder vom Kindergottesdienst dazu kommen, werden. Sondern dass eine Nichtregierungsorganisation eingeladen war,  die sich zum Ziel gesetzt hat häusliche Gewalt zu bekämpfen. Nachdem die junge Frau ihren Vortrag gehalten hatte kam die Reaktion aus der Gemeinde und einige Frauen erzählten, wie sie Gewalt erleben. Ein eindrücklicher Gottesdienst, der viel mit dem Leben zu tun hat – auch mit dem Leben hinter Gittern. Diese Gitter würden die Menschen in Südafrika gerne öffnen. Aber wie?  mit 40 % Arbeitslosigkeit und 60 % Jugendarbeitslosigkeit? Die Kirchen, auch die Moravians, die Herrnhuter Kirche sind da Orte Hoffnung - trotz der Gitter, die auch sie vor ihren Fenstern anbringen müssen.

Donnerstag, 12. September 2013

11. SEPTEMBER 1973 bis 11. September 2013

Ein Hinweis auf einen Denkwürdigen Tag, nicht von mir, aber durchaus in meinem Sinn

http://leben-im-langen-land.blogspot.ch/2013/09/der-chilenische-11-september.html

Sonntag, 5. Februar 2012

Erst hatten wir kein Glück und dann auch noch Pech (Sabah 4)

Sonntag wars und der Wecker musste um 6 Uhr klingeln. Gemeindebesuch war angesagt. Um 7 Uhr kommen  unsere beiden Fahrer  - hiess es. Der Rest der Gruppe war ja bereits gestern abgefahren, wir blieben in Kudat stationiert. Um 7 Uhr waren Lukas, Elmar, Verena und ich in der offenen Hotellobby - nur Pastor Daniele und der zweite Fahrer waren nicht da,  eine halbe Stunde später standen wir immer noch in der Lobby. Der Export schweizer Uhren garantiert noch lange keine schweizer Pünktlichkeit.
Um 7:50 war es endlich soweit. Wir wurden abgeholt. Entschuldigung, ich habe mich in der Zeit geirrt - und dafür sind wir so früh aufgestanden .
Ziel der Fahrt war Lahong um dort den Sonntagsgottesdienst der Protestant Church of Sabah (PCS) zu besuchen.. Aber nach ca 12 km war der Trip erst mal zu Ende: Plattfuss, und das so kräftig, dass es den Reifen gleich mit zerriss. Aber unser Fahrer mit Hilfe von unserem Pfarrer hat den Schaden dann schnell behoben. Es war wohl nicht der erste Radwechsel, den die beiden machten.
Bis wir allerdings in Lahong ankamen war der Gottesdienst so gut wie fertig. Wir waren gerade rechtzeitig gekommen, um bei der Sammlung der Kollekte dabei zu sein.
 Bis dann allerdings unsere Gruppe vorgestellt worden war und bis Lukas sein Rede gehalten hatte und uns die Kirchenvorsteherschafft vorgestellt wurde ging es dann doch  noch gut eine halbe Stunde.
Anschließend waren wir dann zum Zmorge eingeladen: Nudeln mit Fleisch und Gemüse am Markt von Sikuati.
Unserem Führer fiel dann spontan ein, wir könnten ja noch einen weitreren Gottesdienst besuchen: den in der Bibelschule von Sikuati.
Allerdings kamen wir auch hier gegen Ende. Die Kirche war fast ausschliesslich mit Jugendlichen besetzt, die Predigt aber scheinbar nicht sehr interessant oder sehr lang, denn die Aufmerksamkeit war nicht so gross.
Auch hier wurden zunächst wir vorgestellt, dann wurden alle Mitwirkenden vorgestellt und der Chor mit Band musste noch einmal etwas singen.
Nach diesem Gottesdienst hiess es weiter zum eigentlichen Zielgottesdienst des Tages:
Zur ersten evangelischen (Rungus) Kirche in Sabah in Mahalong.

Freitag, 3. Februar 2012

Ab durch die Mitte (Sabah 3)

Uff  - heute war es früh - mit dem Losfahren. Wecken war noch früher, immerhin hatten wir uns hohe Ziele gesteckt mit unseren beiden Vans, von Tenom nach Kudat. Den ganzen Staat von Süden nach Norden wollten wir heute durchqueren. Dabei galt es zwei Pässe zu überqueren, und die Strasse war über gewisse Strecken alles andere als eine Autobahn. Aber, wir sind angekommen und zwar gegen 17:00 Uhr Ortszeit im Hotel in Kudat.
Doch alles der Reihe nach:
In Tenom ging es um 7:15 Uhr nach dem "reichhaltigen"  zur Tradition gewordenen Frühstück (Weissbrot, Ei, weisse Bohnen an Tomatensosse und Undefinierbares, das sich Würstchen nennt) los. Alles in Allem sollte die Reise unter einem guten Stern stehen, denn in Tenom begegneten uns zwei "DrachenWagen"- und der Drache  (im Jahr des Drachen bei den Chinesen) verheisst Glück. Weit kamen wir allerdings nicht vom Hotel weg, da gab es bereits den ersten Stopp beim ehemaligen Haus von Missionar Hofmeister (der, der von Sabah mit dem Landrover nach Deutschland gefahren ist, um ihn dort zu verkaufen und wieder zurückfuhr, weil er sich darüber ärgerte, dass er so wenig Geld geboten bekam). Also bei dem Haus, in dem er einmal wohnte, machten wir den ersten Halt. Heute ist dort die Frauenarbeit der BCCM untergebracht und es ist zugleich das Handycraft Center. Zum Abschied gab es von den Frauen ein geflochtenes Lesezeichen zur Erinnerung und Beispiel ihrer Arbeit.
Dann aber ging die Fahrt wirklich weiter: durch das fruchtbare Tenomtal nach Norden an vielen erntereifen Reisfeldern vorbei über denen bunte Bänder und kleine Plastiksäcke flattern, um die Vögel zu vertreiben.
Auffällig sind an diesem Tag nicht nur die Reisfelder: Auch die vielen katholischen Kirchen am Weg. Man vergisst, wenn man über Land fährt, dass man eigentlich in einem islamischen Land ist - dafür taucht aber in jedem grössern Ort irgendwo am Strassenrand ein Moschee auf .
Noch mehr als Reisfelder gibt es allerdings Oelpalmen in riesigen Plantagen, sie säumen immer wieder unseren Weg nach Kudat. Die Oelpalme - ökologisch nicht einfach zu beurteilen - macht den neuen Reichtum Malaysias aus - udn damit auch den Sabahs.
Gegen 8:20 Uhr sind wir in Keningau, und die Sonne bricht zum ersten Mal durch den Nebel durch. Das Tal wird noch breiter und hier und da müssen wir langsam fahren, da sich freilaufende Kühe auf der Strasse befinden.
Es ist erstaunlich wieviel Rücksicht die Autofahrer auf frei laufende Tiere wie Hühner, Hunde und Kühe nehmen. Ich habe in der Woche in der wir unterwegs sind, erst ein totes Tier auf der Strasse gesehen.
Auffallend sind auf dem Weg auch die blauen Dächer (richtig, die sind eher selten rot) und die vielen Schulzentren. Bildung ist in Malaysia gratis und wird vom Staat stark gefördert.
Nach gut zwei Stunden gerät zum ersten Mal der gewaltige Mount Kinabalu (4090 m hoch) in unsern Blick.
Tambunan ist kurz nach 9 Uhr erreicht: Zweites Frühstück mit chinesichem "Brot" mit Nussfüllung. Ich vermute es ist aus Reissmehl, denn es ist total weiss.
Ueber den ersten Pass geht es weiter nach Ranau. Die wenigen Kreisel auf dem Weg erinnern michstark an den Thurgau: jeder ist mehr oder weniger künstlerisch gestaltet, so steht auf einem z.B. ein überdimensionales Musikinstrument oder auf einem anderen die Skulptur einer riesigen Gingerwurzel mit einem Messer. Ansonsten befinden wir uns nun auf einer etwas abenteuerlichen Passtrasse mit vielen Schlaglöchernund Erosionsschäden: Dann steht da ein gelbes Schild mit der Aufschrift AWAS und kurz darauf irgendwas auf malaisch und 60 m- und schon ist die Strasse nur noch halb so breit. Um 11:00 Fotohalt auf der Passhöhe und eine halbe Stunde später Tankstopp in Ranau.
Auf der Weiterfahrt nach Kundasan machenwir noch Halt bei Olaf Schumann. Eigentlich ist er ja Professor und Islamspezialist am Sabah Theological Seminary aber nebenher züchtet er Orchideen. Leider war er nicht zu Hause, doch ein Blick durch die vergitterten Fenster seines grossen Gewächshauses zeigte, dass er nicht nur etwas vom Islam versteht.
Auf der Weiterfahrt nach Kundasan gab es viele Gemüsefelder, terrassenförmig angelegt- und es wurde touristischer (Hotels, Ressorts und aufgemotzte 4WD Pickups),denn da sind die vielen Touris, die auf den Kinabalu wollen. Er ist ein Weltnaturerbe und ohne Führer darf man da nicht hinauf.
Je höher wir die Passtrasse kletterten desto schlechter wurde das Wetter und nach dem Mittagshalt mit einer der feinen chinesischen Nudelsuppen begann es zu regnen. Später wandelte sich der Nieselregen in einen tropischen Regen. Nach 10 Minuten war der Spuk vobei und die PP zehn Minuten später machte uns deutlich was es heisst in den Tropen zu reisen: es war drückend heiss.

Während im Süden der Reis gerade reif war, wird im Norden bereits wieder neu angepflanzt und lindgrüne Reisfelder säumten unseren Weg. Um 14:30 erreichten wir Kota Balut, auch hier wieder ein verzierter Kreisel und viele Kühe am Strassenrand, die unsere Fahrt verlangsamten.
Hinter Kota Balut wurde eine neue Strasse durch den "Urwald" getrieben,  es staubte und schüttelte uns fürchterlich durcheinander. Ob wir 20 Stundenkilometer fuhren? Ich bezweifle es. Doch wie heisst die alte Autofahrer Weisheit: Jede Baustelle hat einmal ein Ende und jetzt ging es zielstrebig auf Kudat zu.
Im Süden  um Tenom warehn uns immer wieder Kirchen der BCCM aufgefallen, dann gab es auf der Fahrt nach Kudat lange keine mehr, und jetzt vor Kudat liest man wieder BCCM und auch PCS, Protestant Chruch of Sabah, und auch die ersten Longhouses waren von der Strasse aus zu sehen.
Um 16:45 eintreffen in Kudat und Zimmerverteilung.
In der Hotel Lobby wird es plötzlich laut. Eine Gruppe (süd) koreanischer Touristen hatte vor Monaten gebucht und war gestern nach einer Nacht auf die Strasse gesetzt worden mit der Begründung es sei kein Platz mehr im Haus. Man hatte ihnen dann für heute Zimmer versprochen. Doch als sie heute Nachmittag kamen, gab es keine, und dann kamen wir - und hatten die Zimmer.
Nun ich verstehe kein koreanisch, aber die Gewitterwolken über ihren Köpfen, die waren offensichtlich.
Empfangen wurden wir in Kudat von Sopirit Massandu. Er ist Generalsekretär der PCS und sein Büro ist knapp drei Kilometer vom Hotel entfernt.
Morgen geht es dann auf Gemeindereise und einige von uns reisen dann nach einmal in den Urwald.
Für heute aber ist vor dem Abendessen erst noch einmal ein Runde Swimmingpool angesagt.
 

Sonntag, 29. Januar 2012

Geschichte(n) aus Sabah 1

Noch kurz zu gestern, dem Besuch bei der BCCM, der Basel Christian Church auf Malaysia, die den Namen nach we vor Stolz im Namen führt. Sie ist KEINE Missionskirche, obwohl am Anfang Basler Missionare standen, die ab 1846 in China und den Hakka Chinesen arbeiteten. Die Hakka zettelten gegen die chinesiche Zentalregierung eine Revolution an dessen Hintergrund die Erreichung des Reiches der Gerechtigkeit war.
Der Aufstand scheiterte und einige 1000 Hakka wurden 1882 nach Borneo deportiert, vertrieben etc. Dort hielten sie an ihrem Galuben fest und bereits 1886 errichteten sie ihre erste Kirche. Heute gibt es einen englisch-sprechenden Zweig der Kirche, natürlich einen chinesischen und einen malayischen Zweig alle unter einem Bischof - und sie betreiben Mission z.B. in Kirgisien.
Heute Sonntag stand nach einem ausgiebigen Frühstück  mit frischem Mangosaft udn frischem Obst Spiegelei und hundertjähriges Ei, Toastbrot und Cornflakes (sushi wollte ich doch nicht schon am frühen Morgen) ein Gottesdienstbesuch bei der chinesischen Kirche an. Auffallend das blau-rot blickende Kreuz,  vorne beim Rednerpult, der stilisierte Plastikweihnachstbaum mit seinen blinkenden Lichtern und überall das rot der Lampione, die an das chinesische Neujahrsfest (wir sind im Jahr des Drachen)  vor einer Woche erinnern.
Deshalb waren heute mit ca 80 bis 100 Personen auch nicht viele Personen im Gottesdienst. Begrüssung durch Peter Lee, den ich bereists vor knapp zwei Jahren kennenlernen durfte. Das ist  der Mann mit der typischen chinesichen Karriere: vom Füchtlingskind zum Bauunternehmer und Restaurantbesitzer. Sein neues Seafood Restaurant ist noch grösser und schöner als das alte - und er liess es sich auch nicht nehmen, die ganze Gruppe zum  Mittagessen in sein Restaurant einzuladen.
Zurück zum Gottesdienst. Er wurde von einem Lobpreisteil eröffnet. Man sah und hörte, dass Karaoke sich "auszahlt". Das Liedgut kam mir sehr methodistisch pfingstlich vor, erinnerte in manchem an die Lieder, die auch aus den Pfingstkirchen in Chile kannte, und da es Daniel ähnlich ging könnten wir kräftig chinesisch mitsingen. YE SU heisst ja in der ganzen Welt gleich.
Die Predigt, unterstützt von einer Powerpoint Präsentation, wurde von eienr Frau gehalten die unheimlich präsent war. Auch wenn man, wie ich nichts verstanden hat, hatte man das Gefühl es ist gepredigt worden.
Dann kam noch ein Grusswort von mir- natürlich nicht auf chinesisch sondern auf englisch. Es kam gut an, dass ich ihnen ein Jahr des Wachstums an Zahl und Geist wünschte.
Nach dem Mittagessen war noch eine "kurze" Führung in der Stadtmoschee von Kota Kinabalu angesagt. Sie ist eine der grossen im Land, der Staat zahlt den Bau und Strom und Wasser, den Rest müssen die Glaübigen aufbringen. Die Moschee fasst 12000 Personen.
Wir mussten die Schuhe ausziehen, durften dann aber trotzdem nicht auf den Teppich, Frauen mussten Haare und nackte Arme verhüllen und dann wurde von unserem Führer, einem ehemaligen Ingenieur bei TOYOTA, die Attraktivität des Islam beschrieben - na ja mir war der Frieden, der da gelobt wurde dennoch nicht attraktiv genung, wiewohl in Sabah versucht wird das fragile Gleichgewicht der Religionen zu erhalten.
Aus der kurzen Führung wurden fast 1,5 Stunden und das uns manches nun doch etwas zu rosa und blauaugig vorkam hatten wir anschliessend einen Termin mit dem Islamkenner Prof Dr. Olaf Schumann am Sabah Theological Seminary, der uns dann seine Position darstellte, wobei er allerdings sehr sehr ins Detail ging und er nicht mit doch einer gewissen Müdigkeit unter den Teilnehmendne nicht gerechent hatte. Aber man spürte auch so, dass man in ihm einen profunden Islamkenner vor sich hat, der uns darauf hinwies, dass das Wort Sharia nur einmal im Koran vorkommt, udn selbst wenn man den entsprechenden Wortstamm nimmt, findet man den Begriff nur 6 mal im Koran.
Er nahm auch dazu Stellung, dass der Koran ursprünglich - wie übrigens auch Teile des Alten Testaments- zunächst als Weisung gedacht war, ehe er zum "Gesetz" wurde. Vieles von dem, was man heute dem Islam vorwerfe sei gar nicht islam sonden islamistisch - und das sind zwei paar Schuhe und obwohl ein islamischer Staat hat Malayasia mit islamistischen Strömungen nicht so vie zu tun.
Schumann plädierte dafür genau hinzusehen und hinzuhören, dann - und nur dann könne es zum Dialog kommen, denn Islam ist nicht gleich Islam und war es auch nie. Aber auch da werde in der Diskussion gerne vergessen.
Irgendwann bin ich dann mit einigen zum Hotel zurück, andere blieben bis fast 19:00 in der Diskussionsrunde, Und dann gib es (wieder einmal) Essen, aber diesmal nur Seaside und nicht Seafood. Malayisch war angesagt. Leichte und gut gewürzte Küche - und das beste kam zum Schluss: Pudding aus Kokosmilch, in der Nuss serviert - da hätte es alles andere, was es vorher gab, fast nicht gebraucht.   

Samstag, 28. Januar 2012

Bei der Basel Christian Church und Regenzeit 28.01.2012

sollte zwar hier sein, aber es ist wohl anders als man sich das manchmal vorstellt, zumindest heute hat es in Kota Kinabalu nicht geregnet. Ein paar Wolken sind jetzt am Abend am Himmel sonst nichts.
Der Flug mit dem A 380 bis Singapur war angenehm, dazwiswchen hatten wir auf gut 11000 Meter Höhe mal einen Jetstream erwischt, der uns mit 250  Stundenkilimetern anschob, dann ist der Vogel eine Stundengeschwindigkeit von 1062 Stundenkilometern geflogen. Obwohl fast eine Stunde zu spät in ZRH gestartet sind wir (fast) pünktlich in Singapur geladnet. Verlassen konnten wir den Flughafen nicht, da wir nur ein kurze Aufenthaltszeit hatten, und dann ging es mit Silk Air weiter nach KK, früher Jesselton. der Mount Kilabalo grüsst von weiten, ein Berg der aus dem Meer auf 4090 m aufsteigt. Zeitunterschied sind 7 Stunden- bei uns geht jetzt die Sonne unter. Schlafen war relativ wenig- aber das hielt unseren Reiseleiter nicht davon ab, bereits heute mitttag einen Termin mit der Leitung der der Basel  Christian Church of Malaysia abzumachen. (Zur Geschichte s. http://www.baselmission.org/partnerschaften/asien/malaysiasabah/ oder klick auf den Titel), zum Inhalt heute abend oder morgen mehr. Nun gehts es zum Abendessen. Seafood ist angesagt, hatte ich eigentlich schon zum Mittagessen in Zürich, zum Abendessen im Flugzeug, zum Frühstück im Flugzeug und auf dem Flug nach KK - aber Fisch ist ja gesund und macht gescheit.

Donnerstag, 26. Januar 2012

Auf die Plätze, fertig, los

Morgen ist es soweit. 10:40  Uhr soll der Airbus  A 380 der Singapore Airlines von Zürich abheben. Ziel: Singapur. Der Aufenthalt wird diesmal nur kurz sein, eher nur eine Umsteigepause, um dann mit der Silk Air weiter zu fliegen nach Kota Kinabalu. Januar, das ist in Sabah noch Regenzeit. Einmal am Tag  (mindestens) ein Gewitter- und das bei knapp 30 Grad. Das ist fast so wie Sauna mit Aufguss.

Sonntag, 11. Dezember 2011

Bald ist es soweit

Schon seit Sommer planen wir eine Sabah Reise. Wir: das sind in erster Linie die Kantonalkirche des Kantons Thurgau. Nun hatten wir mit der Resieleitung die erste Zusammenkunft um die Details der Reise zusammen mit der Reisegruppe zu planen. Es wird sicher eine spannende Reise, mit vielen neuen Eindrücken.
Diesmal gehtt es noch intensiver um Besuche und Begegnungen.
Es lohnt sich also bald wieder, meinen Blogg zu beobachten.

Sonntag, 5. Juni 2011

Vulkanausbruch in Chile: Vulkanexplosivitätsindex auf Stufe sechs

Nach dem Ausbruch des chilenischen Vulkans Vulkans Puyehue hat das Nationale Zentrum für Geologie und Bergbau (ONEMI) den Vulkanexplosivitätsindex (VEI) auf Stufe sechs angehoben. Diese Klassifizierung bedeutet eine höchst explosive Eruption, deren Eruptionssäule 40 Kilometer überschreiten kann.



Nach dem Ausbruch des Vulkans Puyehue in den Anden im Süden Chiles hat die Regierung vorsorglich die Evakuierung von mehr als 3.500 Menschen angeordnet. Sie werden in Notunterkünften untergebracht. Über dem Krater des Puyehue steht eine zehn Kilometer hohe und 5 Kilometer breite Gas- und Aschewolke.
Aufgrund des Ausbruchs haben die argentinischen Behörden den Flughafen im Ferienort Bariloche in Patagonien geschlossen, auf weiteren 15 lokalen Flughäfen wurde der Flugverkehr ebenfalls eingestellt. Vor der Eruption wurde Samstagnachmittag ein seismischer Schwarm mit durchschnittlich 230 Erdbeben pro Stunde aufgezeichnet, rund 600 Personen wurden evakuiert. Kurz danach ordneten die Behörden eine weitere Evakuierung von 3.500 Menschen an, allerdings wollten nicht alle ihre Häuser verlassen.

Chile, das längste Land der Welt (Gesamtlänge der Landesgrenzen beträgt 6.329 Kilometer), hat mehr als 3.000 Vulkane, von denen etwa 500 als geologisch aktiv gelten. Sechzig von ihnen brachen innerhalb der letzten 450 Jahre aus.

Dienstag, 31. Mai 2011

Lust auf Abenteuer - Begegnungsreise nach Sabah, Nordborneo

Eine Kultur- und Bildungsreise organisiert von der Missionskommission des Evangelischen Kirchenrates Thurgau

Sabah, ein multireligiöser, multiethnischer und multikultureller malaysischer Bundesstaat im Norden der Insel Borneo.
Wie leben Christen als Minderheit in einem Islamischen Staat?
Wir begegnen vielen verschiedenen Menschen und lernen die Natur kennen in einem tropischen Land.
Die Liturgie des Weltgebetstages 2012 kommt aus Malaysia.
Wir besuchen die Partnerkirchen der Basler Mission und von mission 21, die Basel Christian Church of Malaysia und die Protestant Church of Sabah, sowie das Sabah Theological Seminary unter der Leitung von Alfred Hirt und Delegierten des Thurgauer Kirchenrates.

Programm

27. Jan   Abflug in Zürich mit Singapore Airlines.
28. Jan   Ankunft in Singapur und Weiterflug mit Silk Air nach Kota Kinabalu. Ankunft in Kota Kinabalu. Transfer zum Hotel Promenade (sea facing rooms). Am Nachmittag lernen wir die Hauptstadt Kota Kinabalu kennen und treffen einige Partner von mission 21/Basler Mission.
29. Jan   Gottesdienstbesuch in Kota Kinabalu und am Nachmittag Besuch einer Moschee und eines Museums.
30. Jan   Treffen in Sabah Theological Seminary und Besuch einer christlichen Mittelschule.
31. Jan   Fahrt nach Tenom mit Halt in Keningau, Schule für "Sans Papier Kinder". Unterkunft im Hotel Perkasa.
1. Feb   Fahrt nach Sepulot mit Besuch von Gemeinden. Rückfahrt nach Tenom.
2. Feb   Besuch von Gemeinden in Tenom und Umgebung. Besuch des Sabah Agricultural Park mit Führung.
3. Feb   Tagesfahrt von Tenom nach Kudat. Unterkunft im Hotel Marina Golf.
4. Feb   Aufteilen in Kleingruppen und Abreise in die Gemeinden der Protestant Church of Sabah. Programm der Gemeinden.
5. Feb   Gottesdienstbesuch und Rückfahrt nach Kudat. Unterkunft im Hotel Marina Golf.
6. Feb   Am Nachmittag Rückfahrt nach Kota Kinabalu. Übernachtung im Hotel Promenade.
7. Feb   Abflug mit Silk Air nach Singapur. Aufenthalt in Singapur.
8. Feb   Abflug mit Singapore Airlines nach Zürich. Ankunft in Zürich.
Kosten pro Person, Basis Doppelzimmer              CHF 3850.00
Zuschlag Doppelzimmer zur Alleinbenutzung      CHF   850.00
Min./Max. Anzahl Teilnehmer: 16/20 Personen

Folgende Leistungen sin inbegriffen:
  • Flüge singapore Airlines / Silk Air
  • Unterkunft in den aufgeführten Hotels, Halbpension
  • Sämtliche Fahrten in MaxiVans
  • Alle aufgeführte Besuche, Eintrite
  • Deutschsprachige Reiseleitung ab Zürich mit Alfred Hirt (Basler Mission)
  • Vor-und Nachtreffen
Nicht inbegriffen:
  • Nicht aufgeführte Essen und Getränke, Trinkgelder, Reiseversicherungen

Verlängerungsprogramm

7. Feb   Abflug nach Sandakan und Weiterfahrt mit Boot zur Kinabatangan Lodge.
8. Feb   Tierbeobachtungen am Kinabatangan Fluss.
9. Feb   Busfahrt von Sukau nach Kundasang. Übernachtung im Hotel.
10. Feb  Liwagutrail, wandern in tropischen Regenwald und heisse Quelle Poring.
11. Feb  Rückfahrt nach Kota Kinabalu. Übernachtung im Hotel.
12. Feb  Tag zur freien Verfügung - Möglichkeit zum Gottesdienstbesuch.
13. Feb  Mittags Rückflug mit Silk-/Singapore Airlines mit Halt in Singapur.
14. Feb  Ankunft in Zürich

Kosten pro Person, Basis Doppelzimmer            CHF 950.00
Zuschlag Doppelzimmer zur Alleinbenutzung    CHF 280.00
Min. Anzahl Teilnehmer: 10 Personen

Folgende Leistungen sind inbegriffen:
  • Unterkunft in den aufgeführten Hotels, Halbpension
  • Sämtliche Fahrten in MaxiVans
  • Deutschsprachige Reiseleitung ab/bis Zürich mit Alfred Hirt (Basler Mission)
Nicht inbegriffen:
  • Nicht aufgeführte Essen und Getränke, Trinkgelder

Für Ankünfte und Fragen wenden Sie sich bitte an Alfred Hirt, Tel 061 931 14 23, hirt.fredi@gmx.ch oder an Fritz Arm, Vista Reisen, Tel. 079 322 44 72

Samstag, 15. Mai 2010

Illegal? Legal? - aber sicher nicht egal

...ist die Arbeit des jungen Schweizers und der jungen Schweizerin mit indonesischen Wurzeln, die in der Inmigrantenschule der BCCM in Keningau, ca. 30 Km nördlich von Tenom.
In Sabah herrscht Vollbeschäftigung. Ohne „Illegale“, meist aus den Philipinen, aber auch aus Indonesien könnte die Arbeit nicht gemacht werden. Aber "Illegale" sind illegal, haben keine Rechte, auch nicht das Recht ihre Kinder in die Schule zu schicken.
Die BCCM - Kirche hat das Problem erkannt – und gehandelt. In KK und in Keningau bietet sie eine Freizeitbeschäftigung für Kinder an. Die beiden jungen Schweizer sind im Rahmen des PEP – Programms (des Jugendaustauschprogramms) von mission 21 vor Ort und bringen den Kindern in deren „Freizeit“ Englisch bei. Die "Freizeitgruppe" ist in sechs Untergruppen je nach Alter aufgeteilt. Die Jüngern haben am Morgen ihr „Freizeitprogramm“, nämlich rechnen, lesen, schreiben, Englisch, Geschichte, Geographie und sonstige Ferigkeiten. Die Aelteren kommen am Nachmittag zum „Freizeitprogramm“. Eine Schule dürfte die BCCM auf gar keinen Fall führen, aber den Kindern eine Freizeitbeschäftigug bieten, das darf sie. Und die Kinder kommen in Scharen. In Keningau hat man Platz für 170 und es gibt eine Warteliste für diese Freizeitbeschäftigung.
Wenn ich den Quervergleich mache mit Lern- und Wissbegierigkeit der Schüler und Schülerinnen, in Schule und Freizeit mit der Schweiz mache, dann ist der Unterschied auffällig.


Der Besuch in der „Schule“, Gespräch mit den Pep-lern, den Kindern und mit dem Lehrpersonal, dazu der Phototermin das nahm mehr als eine Stunde in Anspruch.
Und dann gings weiter nach Sepulong, relativ nahe der indonesschen Grenze. Vor einigen Jahren gings von hier nur noch mit dem Boot weiter. Unseren Kleinbus haben wir sicherheitshalber schon einmal in ein robusteres Modell getauscht. Essen haben wir auch in Keningau eingekauft. In Sepulong werden dann unserer Fahrer, Pastor William und Pastor Steven, der ortsansässige Pfarrer für uns Kochen. Auch hier wieder eine ehemalige "Missionstation" der Basler Mission.


Die ehemalige Poliklinik dient als Gemeindesaal und als Pfarrhaus. Die Kirche sei relativ gut besucht und Pastor Stefen betreibt Pioniermission. Was ebenfalls im graubereich ist, denn nach malayischem Recht ist jeder Mensch mit seiner Geburt Muslim, sonfern die Eltern nicht etwas anderes aufschreiben.
Der Basler Mission und auch mission 21 wird von gewissen Kreisen vorgeworfen: Was seid ihr für eine Missionsgesellschaft. Ihr missioniert ja gar nicht mehr.
Das müsste nicht nur im Fall von Sabah noch einmal viel differenzierter angeschaut werden. Aber eines ist sicher.
Männer und Frauen wie Honneger, Dilger und andere haben ihre Arbeit gemacht - und die trägt Früchte. Bis heute!

19 %



Nein, das ist nicht die Angabe der Volumenprozent des lokalen Alkohols, sondern die Steigungen bzw. Gefälle auf der Passtrasse von KK nach Tenom. Begleitet von Pastor William von der BCCM hatte unser armer Toyota-Bus noch mehr zu arbeiten als sonst schon;  aber nicht so schwer wie die Nissan Diesel LKW, die – schwer beladen mit mächtigen Tropenholzstämmen – die Strasse hinaufschnaubten und dabei Wolken in die Luft stiessen, die einer Dampflokomotive alle Ehre machen würde.



Es wird nach wie vor herausgeholt, das Tropenholz, obwohl es "untouchable land" gibt, aber wenn ein „Provinzfürst“ plötzlich Geld – oder Land - braucht, ist es eben nicht mehr ganz so unberührbar.

Auf dem Weg nach Tenom verlassene Grossägereien, das Holz ist weniger geworden, rentiert sich nicht mehr, der Timber, und so zieht die Karawane weiter und hinterlässt „Platz“ für den neuen Reichtum Sabahs und Malaysias: Palmöl. Der Tanz um das goldene Kalb!. Wie lange es wohl gut geht?
Reichtum wird in KK zur Schau gestellt. Tenom, ca. 170 km weiter im Süden ist da viel gemütlicher, einfacher, ärmer. Das sieht man an allem, den Häusern, den Strassen und dem Hotel, das an den verloreren Charme eines VEB Hotels in der ehemaligen DDR erinnert. Es ist funktionell, wenn es funktionieren würde, leicht schmuddelig und lässt denen arbeitenden viiiiel Freiraum, um es vornehm auszudrücken.

Internet gibt es keines, warmes Wasser tropft – dafür die ganze Zeit- und die Klima-Anlage kennt nur an- aus- mittel.

Ein Tenom stand plötzlich Pastor Wong von der BCCM neben uns. Er wohnt in Tenom, ist Pastor, lebt aber von seinem „Handelshaus“ und ist in der „chinesischen Kolonie“ bekannt wie ein bunter Hund.

Er führt uns zunächst ins örtliche Museum, danach ins Handy-craft Center der Kirche, wo die Frauen sehr schöne Flechtarbeiten machen. Es ist in der ehemaligen „Missionstation“ der Basler Mission untergebracht und im Besitz der BCCM, seit anfangs der siebziger Jahre die Missionare innerhalb 24 Stunden das Land verlassen mussten.

Im Handycraft center wird ein stückweit auch die Frauenarbeit der BCCM organisiert.

 Logo der BCCM


Selbstverständlich darf ein kurzer Besuch in der Kirche nicht fehlen, und die Kaffeedegustation bei einem Evangelischen, der in zweiter Generation Kaffee anbaut und verarbeitet.Immerhin hat man ausgehend von einer Holzhütte in den sechziger Jahren nun ein staatliches Gebäude mit eiener Abfüllanlage für Bohnen, gemahlenen und Sachett-Kaffe aufbauen können.
Chinesen sind fleissig, das ist nicht nur ein Vorurteil aus den Wildwestfilmen, in denen die Chinesen immer die Wäscherei haben . Das ist so. Peter Li, der uns in KK empfangen hatte, kam als zehnjähriger nach Sabah, mit seinem Grossvater, der chinesische Staat hatte sie während einer Hungersnot ziehen lassen.
Heute mit ca 60 hat  herr Li ein Bauunternehmen, Häuser und zwei Restaurants, die er bereits seinen Söhnen übergeben hat.
Zurück nach Tenom. Der Montagnachmittag ist schon weit vorangeschritten – aber es steht noch ein Kirchenbesuch auf dem Programm. Weit draussen, nur über Staubstrassen erreichbar liegt Agalong, ein Dorf, in der die BCCM eine Kirchengemeinde hat. Im Dorf gibt es eine Kirche, das einzige Steinhaus. Strom? Ja – manchmal, Wasser nicht sauber.Es leben im Dorf etwa 100 Erwachsene und ca 200 Kinder.

Als die Kinder die Fremden in der Kirche sehen, füllt sie sich schnell.
Nach Informationen über Dorf- und Kirchenleben und der Vorstellungsrunde wird ein malaisches Lied gesungen. Wir singen "Vom Aufgang der Sonne" – nicht zum letzten Mal.

Sie würden gerne einen Raum für die Sonntagsschule bauen. Den Platz haben sie schon: unter einem Holz -Wohnhaus.
Ob wir uns hier nicht erkenntlich zeigen könnten. Mit 5000 Franken ist man dabei.
Kinder hat es sicher genug – auch Kinder mit Zeit, denn es gibt ja keinen Fernseher, keine Playstation auch keine X-Box, nur ein Stück Holz, mit dem man „Himmel und Hölle“ auf den baren Lehmboden ritzen kann und (natürlich) einen Fussballplatz.
Jetzt ist der Montag wirklich fast vorbei. Es ist schon dunkel als wir wieder in Tenom eintreffen. Alle sind hundemüde.
Was fehlt? Das obligatorische Abendessen. Pastor Wong hat uns - wie könnte es anders sein – zu einem Chinesen eingeladen und der Tisch biegt sich wieder mal. Diesmal nicht Seafood, aber doch ein Fisch und verschiedene Fleischsorten und viel Gemüse: Tenom ist das Gemüse- und Obstgebiet Sabahs.
Vor dem offenen Restaurant pulst das Leben, zwei Fernsehgeräte dröhnen und Pastor William steht auf und spricht ein Dankgebet.