Sonntag, 5. Juni 2011

Vulkanausbruch in Chile: Vulkanexplosivitätsindex auf Stufe sechs

Nach dem Ausbruch des chilenischen Vulkans Vulkans Puyehue hat das Nationale Zentrum für Geologie und Bergbau (ONEMI) den Vulkanexplosivitätsindex (VEI) auf Stufe sechs angehoben. Diese Klassifizierung bedeutet eine höchst explosive Eruption, deren Eruptionssäule 40 Kilometer überschreiten kann.



Nach dem Ausbruch des Vulkans Puyehue in den Anden im Süden Chiles hat die Regierung vorsorglich die Evakuierung von mehr als 3.500 Menschen angeordnet. Sie werden in Notunterkünften untergebracht. Über dem Krater des Puyehue steht eine zehn Kilometer hohe und 5 Kilometer breite Gas- und Aschewolke.
Aufgrund des Ausbruchs haben die argentinischen Behörden den Flughafen im Ferienort Bariloche in Patagonien geschlossen, auf weiteren 15 lokalen Flughäfen wurde der Flugverkehr ebenfalls eingestellt. Vor der Eruption wurde Samstagnachmittag ein seismischer Schwarm mit durchschnittlich 230 Erdbeben pro Stunde aufgezeichnet, rund 600 Personen wurden evakuiert. Kurz danach ordneten die Behörden eine weitere Evakuierung von 3.500 Menschen an, allerdings wollten nicht alle ihre Häuser verlassen.

Chile, das längste Land der Welt (Gesamtlänge der Landesgrenzen beträgt 6.329 Kilometer), hat mehr als 3.000 Vulkane, von denen etwa 500 als geologisch aktiv gelten. Sechzig von ihnen brachen innerhalb der letzten 450 Jahre aus.