
vielleicht gibt es ja doch noch ein grosses Fest und ein Zeugnis der Einheit anlässlich des "Geburtstages" der chilenischen Pfingstbewegung.
Nachdem bereits vor 3 Wochen am Hauptsitz der Iglesia Metodista Pentecostal de Chile, die "mesa ampliada", bestehend aus Vertretern von Pfingst- und historischen Kirchen, getagt hat, wurde auf gestern zur "Asamblea Mesa Ampliada une Chile" eingeladen und mehr als 150 Pastoren und einige wenige Pastorinen kamen in das Auditorium der Iglesia Metodista Pentecostal in der Calle Obispo Umaña, um sich zunächst über das Anti-Diskriminationsgesetz informieren zu lassen. Nicht ganz fair - fand ich, denn eingeladen war um die 25 Programmpunkte für das Jubiläumsjahr bekanntzugeben und aufzurufen, so breit als möglich diesen Programm zu folgen und eigene Ideen für das "Jubiläumsjahr" beizutragen. Opispo Duran Castro, Hauptprediger an der grñssgten evangelsichen Kirche, der Catedral Evangelica, in Jotabeche 40 war zuversichtlich, dass man am 12. September im Nationalstadion in Santiago ein Zeichen der Einheit geben könne.
Oft und viel war an diesem Nachmittag von Einheit die Rede.
Begonnen wurde die Veranstaltung, zu der auch Representanten verschiedener "Pfarrvereine" aus den Regionen gekommen waren, mit Psalm 133: "Siehe, wie fein und lieblich ist's, dass Brüder einträchtig beieinander wohnen! wie der köstliche Balsam ist, der von Aaron Haupt herabfliesst in seinen ganzen Bart, der herabfliesst in sein Kleid, wie der Tau, der vom Hermon herabfällt auf die Berge Zions. Denn daselbst verheisst der HERR Segen und Leben immer und ewiglich."
Aber nicht nur von der Rednertribüne sondern auch aus dem Publikum wurde eindrücklich, ja unter Tränen darum gebeten, dass man trotz mancher Differenzen, doch den einen Leib Christi, die eine Kirche betonen solle.
Klar ist das Proramm IMPCh-lastig, also auf die eine Kirche zentriert, die 100 Jahre alt wird, aber immerhin wird nun eine Oeffnung deutlich, und sogar weitere grosse Pfingstkirchen sind dabei sich zu überlegen, in welcher Form sie beim Jubiläum mitmachen könnten.
Ein nicht weniger eindringlicher Aufruf von Pedro Zavala, Pfarrer der Iglesia Evangelica Luterana en Chile (IELCh), bei all den Vorbereitungen des Jubiläums die Rolle der Frauen in Geschichte und Gegenwart der Bewegung nicht zu vergessen, fand nicht nur Zustimmung, sondern begeisterten Beifall. Offensichtlich bewegt sich auch in dieser Richtung zumindest etwas in diesen Kirchen, die sich nicht selten durch Abwesenheit von Frauen in den Leitungsgremien auszeichnen.
Es würde mich freuen, wenn 2009 ein "echtes" evangelisches Feierjahr im Zeichen der Einheit in der Vielfalt werden könnte, quer über die politischen und theologischen Lager hinweg.
Zumindest habe ich einen (grossen) Schritt in diese Richtung miterleben können.
Kurzer Filmbericht auf Fernseh Jotabeche ist unter http://www.jotabeche40tv.com/ (unter reunion centeario = Bild von Ob. DuranCastro auf der rechten Seite) zu finden.
