das wäre eigentlich das Ereignis, aber irgendwie geht es mit den Planungen in Bezug auf wie und wo man feiern könnten nicht so recht voran.Zwei Dinge sind auffällig: So dispers und divers wie die Pfingstkirchen sind, so sind es auch die "Organisationen", die an diesem Thema arbeiten:
a.) RELEP (http://www.relep.org/) hat in diesem Jahr bereits eine Tagung zu diesem Anlass organisiert - aber ausser der Veröffentlichung der Tagungsergebnisse nichts beschlossen.
b.) SENDAS (www.sendas.cl) die einen Dokumentarfilm erstellt haben, der durch einige Kirchen tourt, aber so wollen nicht dass eine DVD verkauft wird.
Einzelkämpfer versuchen etwas zu erreichen - eine Verasntaltung hier, ein Forum hinter (fast) verschlossenen Türen dort
Auffällig ist, dass beide oben genannten Organisationen von Laien getragen sind, was es in der doch sehr hierarchisch gegliederten chilenischen Kirchenlandschaft fast verunmöglicht, an ein breiteres Publikum zu gelangen.
Juan Sepúlveda, Mitglied der Misión Iglesia Pentecostal, eine der wenigen Pfingstkirchen die im oekumenischen Rat der Kirchen vertreten sind, vertritt öffentlich die Meinung, dass man eigentlich keinen speziellen Tag feiern könnte, sondern dass die Prozesshaftigkeit in der Entstehung der Pfingstkirchen festgehalten werden müsse, zumal es der ersten Kirche = Iglesia Metodista Pentecostal nicht gelungen sei, diese Bewegung in ein Gefäss zu fassen, sondern im Gegenteil, die Pfingstkirche(n) in Chile zeichneten sich dadurch aus, dass es - bis heute - immer wieder Spaltungen gab.
Obwohl beide Organisationen interdenominational arbeiten, also nicht auf eine Kirche ausgerichtet sind, ist es ihnen bislang aber nicht gelungen, über einen kleinen Kreis hinaus ihre Arbeiten bekannt zu machen.
Ein Ergebnis der Vorbereitungen in Bezug auf die 100 Jahre lässt sich dennoch festhalten. Man hat nun in einigen Pfingstkirchen gemerkt, dass ihre Geschichte nicht erst im 20. Jahrhundert beginnt, sondern dass die Wurzeln bis in die Zeit der Reformation zurückgehen. Zumindest ist Luther nun ins Blickfeld geraten (obwohl meine Studenten an der CTE von Zwingli viel begeisterter waren, und dass Calvin in diesem Jahr 500 Janre alt geworden wäre, das ist bei den meisten Kirchen hier in Chile - im Gegensatz zu Mexiko und Kuba - noch gar nicht angekommen).
