Samstag, 7. März 2009

La Comunidad Teólogica Evangélica de Chile (CTE) I

Nun es steht nicht mehr so gut um diese Institution (in der ich einige Jahre, zuletzt als Dekan, gearbeitet habe) wie auch schon. Was nicht heisst, dass es auch nicht schon früher Schwierigkeiten gab. Nun aber sind in den letzten Jahren (zumindest am Sitz in Santiago) die Studenten immer weniger geworden. Immer weniger Nachfrage führte dazu, dass das Gebäude mit seinen vier Stockwerken nicht mehr in seiner Totalität gebraucht wurde. Zwei Stockwerke sind seit einiger Zeit vermietet und in den Stockwerken 3 und 4 funktioniert die CTE.
Das Schuljahr hat noch nicht angefangen, aber Sekretärin, Cuidador, also der der aufs Haus aufpasst, der Rechnungsmensch, der Studiensekretär und ein Professor waren da. Alles "alte" Bekannte. Grosses Hallo - denn ich kam unangemeldet - und dann wurde bei einem (Nes)cafe ausgetauscht was ist und was war, welches die Projektionen sind (ab 2011 muss jeder Religonslehrer einen staatlich anerkannten Titel haben) und welches die Herausforderungen. Dass sie einen neuen Rektor bekommen werden, einen Pfingstler (vor Jahren fast unvorstellbar) und dass sie verstärkt in den Kirchen auftreten werden. Es klang recht positiv. Auf jeden Fall wollten sie ncoh vertiefter mit mir reden und ich werde ich noch ein paar Termine haben. Vor allem der neue Rektor, den ich noch von früher (als Student) kenne, und der dann in Brasilien studiert hat- dürfte ein interessanter Gesprächspartner für mein Thema sein.
Noch ein Ereignis am Rande. Während wir so am Reden sind kommt ein grosser, stattlicher Mann mit Anzug und Priesterkragen rein, begrüsst die Anwesenden, ich stelle mich vor: "Karl Appl, soy..." "Ud. no tiene que presentarse...", ... Sie müssen sich nicht vorstelle, ich weiss wer Sie sind, ja ihr Baum (der Stammbaum der Kirchen, den ich einmal gemacht habe) ist in meiner Kirche eingerahmt, so damit ihn jeder sehen kann. Eine ganz gute Sache, die Sie da gemacht haben...
Nun man freut sich und ist verblüfft.
Und dann kam noch eine Einladung zu einem ökumenischen Pfarrermittagessen. Mal sehen, was daraus wird.