Samstag, 7. März 2009

Grosse Freude


... als am Dienstag am späten Nachmittag Miguel anrief. Miguel- früherer Nachbar und Freund, einer von denen mit denen man Pferde stehlen kann. Um 19:00 rief er an, umd 20:30 stand er vor der Türe, mit einer Flasche Wein, herzliche Umarmung (ich glaube er hatte Tänen in den Augen) - y vamos.
Miguel wusste schon immer, wo gute Retaurants zu finden sind. De moda sind im Moment peruanische Restaurants. Der Aperetiv, der Pisco Sour, ist besser als der chilenische und das Essen ist um einiges schärfer. Bei der Zubereitung von Fisch merkt man den chinesischen Einfluss. Das Restaurant so voll, dass wir zuerst den Parkplatzanweiser um einen Parkplatz ersuchen mussten und dann doch im Restaurant keinen Platz fanden, sondern auf die andere Strassenseite in die Dependance musste. Erinnerungen wurden ausgegtauscht, die Guten und die weniger Guten, und Miguel behauptet immer noch, die Zeiten, in denen wir Nachbarn waren, waren die besten seines Lebens. Gegenseitig fragte man nach den Kindern, und es war, als wären wir, abgesehen davon, dass beide etwas an Alter und Gewicht zugenommen haben, nur für kurze Zeit nicht im Kontakt gewesen - und was typisch ist für Miguel, schon sind Pläne gemacht. Hier müssen wir hin, dort müssten wir hin, und sollten wir nicht.... Irgendwann werde ich deutlicher machen müssen, dass ich (wir) zum Arbeiten hier sind.
Mal sehen was alles daraus wird.
Und noch ein Deja Vu gab es: Am Freitag war ich in der Comunidad Teologica Evangelica (CTE), meinem Arbeitsort von 1990 bis Ende 96.
Das erste, was mir auffiel: das Viertel hat sich gewaltig herausgeputzt, einige Strassen wurden breiter, die kleinen Adobehäuschen mussten neuen mehrstöckigen "Edificios" (Gebäuden) weichen. Mehr Schulen und Institute finden man jetztz im Quartier, (gut "Elenita" ein mehr als 100 jähriges Haus, in dem Elena vor 15 Jahren eine Garküche eingerichtet hat, wo es günstiges und meist gutes Mittagessen gab, gibt es immer noch im gleichen Stil), aber die Metro endet nicht mehr drei Haltestellen später inmitten von "nichts", sondern führt nun viel weiter. Ueberhaupt ist das Metronetz in den letzten Jahren gewaltig ausgebaut worden - und ist nach wie vor das sicherste Transportmittel, wenn auch wesentlich gefragter als noch vor einigen Jahren. (www.metrosantiago.cl). In den Stosszeiten, kann es schon mal heiss werden in den Wagen.
Aber zurück zur CTE.

Gut wer hier nicht weiterlesen will - der muss auch nicht. Denn jetzt kommt mehr Institutionelles, aber davon im nächsten Blog.